Abschiebung im Morgengrauen – Alltag in der Ausländerbehörde

Produktionsjahr: 2005
Gattung: Dokumentation
Drehort: Deutschland
Laufzeit: 46 Minuten
Regisseur: Michael Richter

In dieser Dokumentation gibt es erschreckende Einblicke in den Alltag der deutschen Abschiebepraxis, die exemplarisch für die rassistische Normalität unserer Gesellschaft und deren Gesetzgebung steht. Michael Richter und sein Team hielten sich insgesamt 15 Tage in einer sogenannten Ausländerbehörde in Hamburg auf und dokumentierten dabei das „Alltagsgeschäft“ mit der Abschiebung von Menschen, für die es in derartigen Institutionen wirklich erschreckend wenig Verständnis und/oder Mitleid für die Situation der Opfer dieser Maschinerie gibt. Ausserdem werden Abschiebungen mit der Kamera verfolgt und auch auf die Flüchtlingshilfe wird eingegangen. Wer sich etwas näher mit der Grimme-Preis-ausgezeichneten Dokumentation auseinandersetzen möchte, dem/der sei dieses Interview von der TAZ mit Michael Richter, dem Regisseur ans Herz gelegt. Dort gibt es auch interessante Erkenntnisse darüber, unter welchen Gesichtspunkten es von Medienanstalten in Erwägung gezogen wird derartige Filme auszustrahlen oder auch nicht.

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